0003
0002
0004
0008
0010
0012
0016
0018
0020
0022
0024
0028
0030
0032
0034
0036
0038
0040
0042
0044
0046
0048
0052
0054
0056
0060
0062
0064
0066
previous arrow
next arrow

Lichtbilder-Sinfonie von Paul Roos - Benefiz-Veranstaltung in der Kartause Ittingen

Die Kartause Ittingen ist ein geschichts­träch­ti­ger Ort. Im Jahr 1150 ent­stand hier ein Chorherrenstift, und wäh­rend Jahrhunderten gin­gen Kartäusermönche dem Beten, Studieren und Arbeiten nach, gemäss ihren stren­gen Verhaltensregeln oft allein. Heute ist die denk­mal­ge­schütz­te Klosteranlage ein Kultur- und Seminarzentrum mit inte­grier­tem Gutsbetrieb und jeder­zeit einen Besuch wert. Die Remise, die uns kosten­los zur Verfügung stand, bot einen wür­di­gen Rahmen für den Lichterreigen von Paul Roos.

Empfangen wur­den die über 250 Freunde und Gönner von war­men Alphornklängen des Duos Fredi Schnyder, Lustdorf, und Rainer Gort, Vättis. Unser Vizepräsident, alt Ständerat Dr. Hermann Bürgi, ehe­ma­li­ger Präsident der Kartause Ittingen, begrüss­te die zahl­rei­chen Besucher: «Die Lichtbilder-Sinfonie ist eine Liebeserklärung an die Schönheit der Schweizer Landschaften mit ihren Bergen und regt die Betrachter an, selbst zu ent­decken.» Er wür­dig­te Paul Roos für sei­ne Tätigkeiten als Architekt und für sei­nen prä­zi­sen und emp­find­sa­men Blick als Fotograf. Paul Roos sel­ber schil­der­te, wie er vom ambi­tio­nier­ten Bergsteiger zum Fotografen wur­de: In jun­gen Jahren hat­te ihn vor allem die sport­li­che Leistung gereizt, zuneh­mend aber wand­te er sich der Suche nach der «Seele der Landschaft» zu. Er foto­gra­fiert immer mit sei­ner ana­lo­gen Hasselblad-Kamera. Das Resultat sind gekonnt arran­gier­te Lichtbilder-Sinfonien unter dem Motto «Landschaft Schweiz – noch lebt das Paradies».

Auf der gros­sen Leinwand glit­ten gran­dio­se Landschaften vor­bei. Nicht nur spek­ta­ku­lär auf­ra­gen­de Berge, son­dern auch sanf­te Hügellandschaften und Kleinode am Wegrand – ein­ge­fan­gen im rich­ti­gen Moment vom Fotografen, der gedul­dig dar­auf war­tet, bis er die Stimmung so fest­hal­ten kann, wie er sich das vor­ge­stellt hat. So fügen sich Erde und Himmel, Landschaft und Wolken, Farben und Formen zu einem Gesamtwerk mit Musik, das die Landschaft Schweiz von ihrer schön­sten Seite zeigt. Aber - das beton­te Paul Roos - die Landschaft muss bewohnt und bewirt­schaf­tet sein, damit sie bestehen kann und nicht ver­wil­dert. Damit ver­wies er auf die Gemeinsamkeit mit dem Engagement der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden und schloss: «Wir leben im Paradies – aber wir müs­sen ihm Sorge tra­gen.» Das Publikum folg­te voll Faszination der Lichtbilder-Sinfonie und spen­de­te am Schluss einen herz­li­chen Applaus. Wir dan­ken allen Beteiligten für ihren Einsatz und allen Besuchern für die gross­zü­gi­gen Spenden.