Ausbau der Walderschliessung Sulom - Lueras, Fraktion Alvaschein

Das Projekt

Die Erschliessung des Schutzwaldes der ehemaligen Gemeinde Alvaschein erfolgt über die Dorfstrasse. Das Projekt beinhaltet den Ausbau und die Instandstellung der Zufahrt zu den Schutzwäldern ab Dorfmitte Alvaschein bis an die untere Waldgrenze des Got Spess.

 

Im Dorfbereich dient die Strasse hauptsächlich der Siedlungserschliessung. Für die Festlegung der forstlich anerkannten Kosten wird diese Drittinteressenz von den Gesamtkosten abgezogen. Die Gemeinde beabsichtigt zudem, die in der Strasse verlaufenden Werkleitungen ebenfalls zu sanieren. Diese Massnahmen sind nicht Bestandteil des forstlichen Projektes. Die Koordination der Arbeiten und die Nutzung der Synergien sind jedoch zu begrüssen.

 

Das vorliegende Projekt hat in erster Linie die Anpassung der bestehenden Erschliessung an zeitgemässe Anforderungen zum Ziel. Der bestehende Weg hat nach über 45 Jahren seine Lebensdauer erreicht und muss von Grund auf erneuert werden. Die Behebung der sichtbaren Schäden an der Fahrbahn im Rahmen eines periodischen Unterhaltes wäre aufgrund des ungenügenden Aufbaus des Strassenkörpers nicht zielführend.

 

Die konkreten Zielsetzungen des Projektes sind folgende:

 

  • Ausbau und Instandstellung des bestehenden Weges vom Projektanfang im Dorf Alvaschein bis zur Wendeplatte als Waldstrasse gemäss den Normalien des Amtes für Wald und Naturgefahren
  • Erstellung von 5 Holzlagerplätzen an den bestehenden Waldstrassen

Der auszubauende Strassenabschnitt misst 1'320 m. Auf den ersten 350 m verläuft die Strasse durch Siedlungsgebiet und erschliesst den Dorfteil Vaglieglia. Dieser besteht zu Beginn des Strassenabschnittes aus älteren Gebäuden. Hier zweigt der Güterweg Richtung Got da la Dascha und Valmala ab, der auch für die Schutzwaldpflege von grosser Bedeutung ist. Entlang der zu sanierenden Strasse folgen das Schulgebäude und anschliessend eine teilweise überbaute Wohnzone. Anschliessend führt die Strasse über meist offenes Gelände durch Wiesen und entlang Hecken und kleineren Bestockungen bis zum unteren Waldrand Got Spess. Sowohl die Bewirtschaftung der Wiesen nordwestlich von Alvaschein als auch die Pflege und Bewirtschaftung des Schutzwaldes erfolgen über diese Strasse.

 

Die Gesamtwaldfläche innerhalb des Erschliessungsperimeters beträgt ca. 90 ha. Bei den Wäldern handelt es sich fast ausschliesslich um Schutzwälder, wobei der Typ A mit hohem Risiko mit 53 ha den grössten Anteil aufweist.

 

Für die Benutzung der Waldwege in der Fraktion Alvaschein gilt nach wie vor das Reglement zur Waldordnung vom 13. September 2001 von der damaligen Gemeinde Alvaschein. Darin wird die auszubauende Strasse als Era Radonda bezeichnet und ist mit einem Fahrverbot für Motorfahrzeuge belegt, mit Ausnahme der Land- und Forstwirtschaft.

 

Die Durchführung des Projektes bzw. der Kredit wurde anlässlich der Gemeindeversammlung vom 21. April 2017 genehmigt.

 

Mit den Arbeiten konnte im Frühjahr 2018 begonnen werden. Das Bauende ist im Herbst 2018 bzw. der Projektabschluss im Jahr 2019 vorgesehen.

Kosten und Finanzierung

Gemäss Zusammenstellung sehen die Kosten wie folgt aus:
Ausbau der Waldstrassen Fr. 1'722'374.--
Projekt und Bauleitung Fr. 172'237.--
Landerwerb Fr. 48'950.--
MwSt. Fr. 151'569.--
Rundung Fr. 4'870.--
Gesamtkosten Fr. 2'100'000.--
Die Finanzierung ist folgendermassen vorgesehen:
Gesamtkosten Fr. 2'100'000.--
./. Subvention Bund ca. 25 % von Fr. 1'332'500.--* Fr. 333'125.--
./. Subvention Kanton ca. 46 % von Fr. 1'332'500.--* Fr. 612'950.--
./. Ausserordentlicher Werkbeitrag Kanton** Fr. 315'000.--
./. à fonds perdu Beiträge*** Fr. 65'000.--
Noch zu finanzierender Restbetrag Fr. 773'925.--

* Die definitiven Subventionszusicherungen von Bund und Kanton werden uns noch zugestellt.

 

** Im Zusammenhang mit der Gemeindefusion hat die Regierung die Sanierung des Waldweges Sulom - Lueras als Einzelwerk anerkannt und an die anrechenbaren Restkosten einen pauschalisierten Werkbeitrag zugesichert.

 

*** Bei den à fonds perdu Beiträgen handelt es sich um Beiträge Dritter (Anlieger) in der Höhe von Fr. 25'000.-- und um Beiträge des FPA/GVG von Fr. 40'000.--.

 

Bei der Projektierung wurde darauf geachtet, die Landschaft möglichst zu schonen. Durch eine saubere und naturschonende Arbeitsausführung können die Auswirkungen des Eingriffes reduziert und die Regenerationsphase für die Natur verkürzt werden.

 

Die jetzige Erschliessung ist 45 Jahre alt und entspricht den heutigen Anforderungen nicht mehr. Der Wald schützt das Dorf Alvaschein und die kantonale Hauptstrasse vor Lawinen, Steinschlag, Erdrutschen und Hangmuren. Die Umsetzung des vorliegenden Projektes ist deshalb unumgänglich und dringend notwendig.

 

Wir können Ihnen daher eine Unterstützung dieses Projektes sehr empfehlen.

 

Bis anhin konnten wir Spenden von Fr. 93'050.-- vermitteln.