Sanierung und Umbau des Jugendlokals

Das Projekt

Der Jugendverein Eischoll ist am 21. Mai 1988 mit der Gründerversammlung als Verein im Sinne des ZGB Artikel 60ff gegründet worden. Die Mitglieder setzten sich damals hauptsächlich aus den aufgelösten Vereinen Jungwacht und Blauring zusammen. Heute, rund 30 Jahre später, zählt der Verein 49 Aktivmitglieder inklusive einem fünfköpfigen Vorstand.

 

Zweck des Vereins ist die Freizeitgestaltung der Jugendlichen und auch der Bevölkerung im Raum Eischoll. Zum Programm gehören gesellschaftliche, religiöse und kulturelle Anlässe. Die Zusammenarbeit mit anderen Dorfvereinen, regionalen Jugendvereinen, den Behörden und der Dorfbevölkerung spielen dabei eine grosse Rolle.

 

Die zahlreichen Aktivitäten reichen von einfachen Filmabenden im Vereinslokal bis hin zu gemeinsamen Ausflügen oder vom Putztag für den Tourismusverein über den Grillplausch an Pfingsten bis hin zur Teilnahme an nationalen und kantonalen Veranstaltungen.

 

Der Verein finanziert sich hauptsächlich durch den Erlös von Veranstaltungen für die Bevölkerung und über die Mitgliederbeiträge.

 

Das heutige Vereinslokal, die "Jugi", wurde 1909 erbaut und diente früher als "Theaterhaus". Danach nutzten es Blauring und Jungwacht und im Anschluss daran der Jugendverein Eischoll.

 

Das Gebäude wurde 1979 "grob" renoviert. Die Kosten hat der damalige Ortspfarrer aus der eigenen Tasche bezahlt. Das Haus wurde daraufhin vom Jünglingsverein, der aufgelöst wurde, der Pfarrei Eischoll geschenkt. Diese wiederum schenkte dem heutigen Jugendverein ein 100-jähriges Nutzungsrecht, das öffentlich beurkundet und offiziell im Grundbuch eingetragen wurde.

 

Der Zustand des Lokals wird aktuell als kritisch beschrieben, und die Räumlichkeiten wirken beim Betreten wenig einladend. Die Isolierung ist mangelhaft, die elektrischen Installationen sind überhaupt nicht mehr zeitgemäss und teilweise sogar gefährlich. Im Holzboden haben sich die Holzwürmer breit gemacht. Die Fenster sind sanierungsbedürftig, im Winter ist es oft so kalt, dass keine Aktivitäten stattfinden können. Dazu kommt der stete strenge Duft der Feuchtigkeit. Zudem wird der Lärmpegel wegen der schlechten Isolierung für die Nachbarschaft immer mal wieder zum Problem. Will man das Lokal künftig sinnvoll nutzen, sind Neuerungen unumgänglich.

 

Die Jugendlichen sind voller Tatendrang und haben, um den Vereinsvorstand zu entlasten, ein Organisationskomitee zusammengestellt, welches die Leitung für den Umbau des Jugendlokals übernommen hat. Mit dabei sind gelernte Schreiner, Maurer, Kaufmann, Tiefbauzeichner (4. Lehrjahr), Studenten usw. Sie planen folgende Arbeiten:

 

  • Isolation und Fassaden
  • Sanierung des Daches
  • Ersatz der Decken und Böden
  • Neue Fenster und Türen
  • Sanierung der Elektroinstallationen, Heizung und Sanitär

Die Ausführung des Projektes wurde an der Jugendvereinsversammlung vom 17. Oktober 2015 beschlossen.

 

Im Juli 2017 wurden die Arbeiten aufgenommen. Sie werden voraussichtlich im Frühjahr 2018 abgeschlossen werden können.

Kosten und Finanzierung

Gemäss Kostenvoranschlag sehen die Kosten wie folgt aus:
Gerüst, Abriss Decke und Fassade Fr. 15'500.--
Sickerleitung Fr. 5'984.--
Decke, Fassade, Galerie, Fensterläden Fr. 52'862.--
Fenster in Kunststoff, Türen Fr. 16'386.--
Elektro und Heizung, Sanitärinstallationen Fr. 42'713.--
Wand- und Deckenverkleidung Fr. 20'000.--
Mobilien Fr. 8'500.--
Audio-, Video- und Lichttechnik Fr. 4'200.--
Unvorhergesehenes Fr. 16'855.--
Gesamtkosten Fr. 183'000.--
Die Finanzierung sieht folgendermassen aus:
Gesamtkosten Fr. 183'000.--
./. Subvention Kanton Fr. 5'000.--
./. Beitrag der Gemeinde Eischoll Fr. 50'000.--
./. Beitrag der Pfarrei Eischoll* Fr. 26'500.--
./. KWKW Chriz AG Fr. 10'000.--
./. Eigene Mittel Fr. 18'000.--
./. Eigenleistungen Fr. 21'000.--
Restkosten Fr. 52'500.--

* Der Kirchenrat von Eischoll vertritt die Meinung, dass es sinnvoll ist, in die Jugend zu investieren. Die pastorale Notwendigkeit, dass eine Pfarrei ein Weingut besitzen muss, um den Messwein zu garantieren, ist heute hinfällig. Das bischöfliche Ordinariat in Sitten hat deshalb zugestimmt, den der Kirche gehörenden Anteil der Reben in Salgesch dem jetzigen Pächter zu verkaufen und den Ertrag für die Renovation des Jugendlokals in Eischoll einzusetzen. Was für ein schöner Entscheid!

 

Das vorliegende Projekt ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie mit vereinten Kräften etwas Sinnvolles und Grossartiges entstehen kann. Die Jugendlichen schmieden zusammen Pläne, suchen Lösungen und übernehmen Verantwortung für ein doch recht ansehnliches Vorhaben, und sie verpflichten sich, die Sache gemeinsam durchzuziehen. Dabei machen sie wichtige Erfahrungen. Sie vertrauen einander, verlassen sich aufeinander und erreichen gemeinsam die gesteckten Ziele.

 

Ein gute Schule für's Leben!

 

Eine Hilfeleistung an dieses Projekt können wir Ihnen deshalb sehr empfehlen.