Sanierung und Ausbau Alpweg Matten

Das Projekt

Der bestehende Alpweg (Viehtriebweg) erschliesst den Oberstafel der Alp Matten sowie die Alp Zingel. Er ist zu schmal und entspricht nicht mehr den Anforderungen für eine Zufahrt mit Fahrzeugen. Der „Zapfenzieher" ähnliche Abschnitt droht gar einzustürzen und verunmöglicht praktisch ein Befahren des Alpweges.

 

Nach einer Begehung vom 18. September 2015 mit Vertretern des Landwirtschaftsamt Uri, der Abteilung für Strukturverbesserung des Kantons Schwyz, des Bundes und der Korporation Uri, wurden verschiedene Varianten im Gelände angesehen. Ein vorgeschlagener Neubau mit neuer Linienführung wurde aus Kostengründen abgelehnt. Auch die zuständigen Umweltfachstellen hätten eine komplett neue Linienführung kaum bewilligt.

 

Der Weg wird durch die Verbreiterung der Fahrbahn, Bankette und der Spitzgraben von heute 2 - 2.50 m auf rund 3.80 m verbessert und gesichert. Die Verbreiterung erfolgt vor allem bergseitig durch Abtrag der Böschungen oder des Felsens. Im Bereich der einsturzgefährdeten Wendeplatten wird die Linienführung angepasst. Zudem wird die Wegentwässerung mit bergseitigem Spitzgraben und Durchlässen erneuert.

 

Ein Ausbauprojekt des gekiesten Alpweges Matten mit einer Länge von 3'480 m wurde in-zwischen in Zusammenarbeit mit dem Amt für Landwirtschaft ausgearbeitet und an der Sitzung vom 21. September 2017 allen Beteiligten vorgestellt.

 

Der Startpunkt der Erschliessung befindet sich im Gebiet Grund bei der Brücke auf Kote 1'280 m.ü.M. Endpunkt des Alpweges ist die Alphütte Matten auf 1'820 m.ü.M. Die Fixpunkte und damit eine Längsneigung von durchschnittlich 15 - 20 % (kurze Teilstücke bis knapp 25 %) sind vorgegeben. Einzelne überdurchschnittlich geneigte Abschnitte können etwas geglättet werden.

 

Im Bereich der Wendeplatten wird das Trassee soweit möglich verändert und der Platz voll-ständig ausgenützt. Dabei muss der vorhandene Raum auf die einzelnen Kehren aufgeteilt werden, damit alle Kehren etwa dieselben Radien aufweisen.

 

An der Korporationsbürgergemeindeversammlung Seelisberg vom 25. November 2016 wurde dem Kreditbegehren in der Höhe von Fr. 630'000.-- zugestimmt.

 

Mit den Bauarbeiten wurde im August 2017 gestartet und bis Ende 2018 sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.

 

Kosten und Finanzierung

Die Kosten sehen gemäss Kostenvoranschlag wie folgt aus:
Baumeisterarbeiten (gemäss Vergabe) Fr. 523'231.70
Vorstudie, Projekt und Bauleitung Fr. 63'000.--
Rodung/Gebühren Fr. 7'500.--
Nachführungsgeometer Fr. 7'500.--
Unvorhergesehenes Fr. 28'768.30
Gesamtkosten Fr. 630'000.--
Die Finanzierung ist folgendermassen vorgesehen:
Gesamtkosten Fr. 630'000.--
./. Subventionen Bund und Kanton Fr. 285'000.--
./. Beitrag Korporation Uri Fr. 113'400.--
./. Beitrag Oberallmeindkorporation Schwyz Fr. 46'854.--
./. Beitrag Gemeinde Bürglen Fr. 5'000.--
./. Eigene verfügbare Mittel Fr. 100'000.--
Noch zu finanzierender Restbetrag Fr. 79'746.--

Die Korporationsgemeinde erhält ein zinsloses Darlehen von Fr. 60'000.--, welches aber innert 10 Jahren zurückbezahlt werden muss.

 

Damit die Alp Matten und Zingel den künftigen Vorstellungen entsprechend weiter bewirtschaftet werden kann, ist eine Sanierung des Erschliessungsweges als erste Massnahme dringend notwendig. In der Folge wird sich auch eine Sanierung der Alphütten Grund und Oberstafel aufdrängen, da auch der Hirt während der Alpzeit Anrecht auf eine zeitgemässe Unterkunft haben sollte.

 

Wir können Ihnen eine Unterstützung dieses Projektes daher sehr empfehlen.

 

Bis anhin durften wir Spenden in der Höhe von Fr. 61'500.-- entgegennehmen.