Sanierung der Waldstrasse ins Gitschental, Erschliessung für Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Schutzwaldpflege

Das Projekt

 

Die Waldstrasse ins Gitschental wurde in den Jahren 1980 bis 1999 erstellt und umfasst eine Gesamtlänge von rund 6 Kilometer. Mit dieser Strasse werden ca. 410 ha Gebirgsschutzwald zur Pflege des Bannwaldes ob Seedorf erschlossen. Sie gewährleistet die Zufahrt zum Geschiebesammler Palanggenbach und dient zudem als einzige Erschliessung rund 350 ha Alp- und Berggebiet, welches von acht landwirtschaftlichen Betrieben gepflegt wird.

 

Diverse Zustandsaufnahmen belegen den Sanierungsbedarf der Strasse. Um die Sicherheit der Strassenbenützung zu gewährleisten und eine stark zunehmende Kostenentwicklung zu verhindern, wurde in Zusammenarbeit mit dem Amt für Forst und Jagd Uri mit dem Revierförster ein Sanierungsprojekt erstellt. Dieses sieht vor, die Gitschentalstrasse auf einer Länge von 6'085 Meter instand zu stellen. Dabei werden vorhandene Risse und Löcher ausgebessert, ein neuer Belag sowie eine Kies-Sand-Deckschicht eingebaut. Zudem werden Mauern und Bankette saniert oder neu erstellt und bauliche Massnahmen an Furten durchgeführt.

 

Die Bürgergemeinde Seedorf hat an der Korporationsbürgerversammlung vom 20. April 2016 dem Kredit und der Ausführung zugestimmt.

 

Mit dem Bau wurde im August 2016 begonnen. Die gröbsten Ausbesserungsarbeiten konnten bereits aufgeführt werden. Der Oberflächenbelag wird im Sommer 2017 eingebracht. Die Fertigstellung ist gemäss Planung im Herbst 2017.

 

Kosten und Finanzierung

Gemäss Zusammenstellung sehen die Kosten wie folgt aus:
Bauinstallation Fr. 10'000.--
Vorarbeiten (Belagsrisse und Löcher flicken) Fr. 40'000.--
Einbau Walzasphalt Fr. 75'000.--
Einbau OB Splitt Fr. 190'000.--
Einbau Kiessand Trag- und Deckschichten Fr. 25'000.--
Nebenarbeiten Fr. 60'000.--
Regiearbeiten Fr. 40'000.--
Projekt- und Bauleitung Fr. 30'000.--
Verschiedenes und Unvorhergesehenes Fr. 30'000.--
Gesamtkosten Fr. 500'000.--
Die Finanzierung ist folgendermassen vorgesehen:
Gesamtkosten Fr. 500'000.--
./. Subvention Kanton Uri Fr. 350'000.--
./. Beitrag Korporation Uri Fr. 40'000.--
./. Beitrag Wasserbau Kanton Uri Fr. 26'000.--
./. Beitrag Gemeinde Seedorf Fr. 15'000.--
./. Beitrag Hannie Hefti-Walder-Stiftung Fr. 10'000.--
./. Beitrag Fideikommiss A Pro Fr. 2'000.--
./. Beitrag Mobiliar Fr. 1'000.--
Restkosten Fr. 56'000.--

Die Schutzwälder schützen tiefer gelegene Siedlungen sowie unzählige Verkehrswege und andere Infrastrukturen vor Naturgefahren. Als Folge der immer stärkeren und intensiveren Nutzung, auch durch den Tourismus, ist das Schadenpotential dabei in den letzten Jahren massiv angestiegen. Dadurch steigt auch die Bedeutung der Schutzwälder als Bestandteil des integralen Risikomanagements zur Naturgefahrenabwehr. Dabei nimmt der Schutzwald als biologisches System eine Sonderstellung ein, weil er grossflächig wirkt und gleichzeitig Schutz vor verschiedenen Naturgefahren bieten kann. Andererseits kann seine Schutzwirkung bedingt durch das langsame Wachstum der Bäume nur mittel- bis langfristig beeinflusst werden.

 

Gemäss eidgenössischer als auch kantonaler Waldgesetzgebung ist der Wald so zu bewirtschaften, dass er seine Funktionen nachhaltig erfüllen kann. Dies gilt insbesondere mit Blick auf die Schutzwirkung und die Holzversorgung.

 

Die Erhaltung der Gebrauchstauglichkeit sowie der zwingend nötigen Fahrsicherheit auf dem bestehenden Erschliessungsnetz erfordert in Seedorf einen Ausbau des Wegnetzes. In erster Linie muss die Sicherheit aller Wegbenützer garantiert sein.

 

Eine Hilfeleistung an dieses Projekt können wir Ihnen aus den geschilderten Gründen sehr empfehlen.

 

Für dieses Projekt durften wir bis anhin einen Spendenbetrag von Fr. 20'400.-- entgegennehmen.