Zug der Zünfte zum Feuer am Montag, 13. April

 

Heute wird dem Winter der Garaus gemacht. Dafür verbrennen die Zürcher den Böögg auf der Sechseläutenwiese. Je schneller der Kopf des Bööggs explodiert, desto besser wird der Sommer, so sagt man. Um 14.30 Uhr startet der Zug der Zünfte zum Feuer – gesäumt von Zuschauerscharen marschieren die Zünfter in ihren historischen Kostümen zum Böögg. Die Spitze des Umzugs macht der Gastkanton, die Vertreter unserer Bergregionen marschieren also ganz vorne mit. Zuerst die Musikgesellschaft Charmey und eine Greyerzer Trachtengruppe, gefolgt von der Trachtengruppe aus der Oberen Leventina, die Schächentaler Wildheuer haben einen Wilhelm Tell mitgebracht, und Val Müstair / Valsot delegieren nicht nur eine Trachtengruppe, sondern auch die weitherum bekannte Dario-Cologna-Treichlergruppe. Das Schweizer Fernsehen überträgt das Spektakel live und interviewt dabei immer wieder Gäste, so auch unseren Präsidenten, alt Bundesrat Dr. Hans-Rudolf Merz.

 

 

Den ganzen Tag über dauert der Festbetrieb auf dem Lindenhof an. Im grossen Zelt spielen am Morgen Ils Jauers aus dem Val Müstair, und über den Mittag hat die Musikgesellschaft Charmey bereits ihren ersten Auftritt. An den Informations- und Marktständen ist viel los, und unsere Freunde aus den Bergregionen haben Gelegenheit, im Gespräch mit den Besuchern die Schönheiten ihrer Landschaften zu zeigen, aber auch ihre anspruchsvollen Aufgaben zu schildern. Und ebenso können sie ihre feinen Produkte verkaufen und auch damit in zahlreichen Haushalten nachwirken. Den Abschluss von vier interessanten und bewegten Tagen macht die ETH Big Band und begeistert nochmals die Besucher auf dem Lindenhof.

 

Wir danken dem Kanton Zürich noch einmal dafür, dass wir am Sechseläuten auftreten und zusammen mit den vier Bergregionen aus allen Landesteilen zeigen durften, was die Solidarität des Kantons Zürich, der Zürcher Gemeinden und der ganzen Zürcher Bevölkerung bewirken kann. Wir sind überzeugt, dass sich der Einsatz gelohnt hat – dank der Grosszügigkeit des Kantons Zürich hat der Anlass keinen Spendenfranken beansprucht, uns und den Regionen aber ein grosses und interessiertes Publikum beschert.