Bachverbauungen "Le Bie" zum Schutz vor Überschwemmungen

Das Projekt

Hinter dem Dorf steigt der Berg steil an. Die Topographie bildet einen Trichter, oben ist es breit und am Dorfeingang wird es eng. Der Hang ist bewaldet und der Boden setzt sich aus Kalkstein und Mergel zusammen. Das führt bei starken Niederschlägen zu Hangrutschungen mit kleinen und grossen Felsbrocken, Schlamm und Bäumen. Der ältere Teil, der das Dorfzentrum bildet, befindet sich in der Gefahrenzone und muss von Gesetzes wegen geschützt werden. Der Kanton verlangt weitläufige Studien. Diese Studie zeigt auf, welche Gefahrenpunkte verbessert werden müssen.

 

Folgende Arbeiten müssen an verschiedenen Stellen gemacht werden:

 

  • Rekonstruktion der Stammbrettern mit Längsbalken entlang des Bachbettes
  • Stabilisierung des Bodens und des Bachbettes durch Längsbalken
  • Schwelleneinbau für die Rückhaltung des Sedimentes
  • Reduktion der seitlichen Strömungen, welche das Bachbett verwüsten
  • Feste Erosionspunkte entfernen
  • Verminderung des Risikos für nachgelagerten Eisstau
  • In den Abschnitten, in denen eine Tiefenerosion und eine grössere Mobilisierung von Sedimenten durch den Bach möglich ist, wird eine temporäre Sedimenterhöhung erstellt

Kosten und Finanzierung

Die Kosten für dieses Vorhaben sehen wie folgt aus:
Neuer Kiesfang Fr. 282'500.--
Neuer Staudamm Fr. 179'800.--
Neue Bachbettvertiefung Fr. 21'100.--
Baustellenaufräumung Fr. 9'500.--
Entfernung alter Schwellen Fr. 43'400.--
Gesamtkosten Fr. 536'300.--
Die Finanzierung ist wie folgt vorgesehen:
Gesamtkosten Fr. 536'300.--
./. Subvention Kanton* Fr. 34'700.--
./. Subvention Bund* Fr. 219'600.--
Noch zu finanzierender Restbetrag Fr. 282'000.--

* Die definitiven Zusicherungen liegen noch nicht vor.

 

Ein kleiner harmloser Bach wie der "Le Bie" kann plötzlich enorm anschwellen und grossen Schaden an Häusern, Strassen und Fluren verursachen. In den letzten 100 Jahren ist das aber zum Glück nur einmal vorgekommen.

 

Die Gemeindebehörde nimmt ihre vom Gesetz verordnete Verantwortung der Bevölkerung gegenüber ernst und will mit einem Kiessammler, einem Damm und Bachbettvertiefungen die Gefahren für das Dorf eindämmen oder gar verhindern. Die Kosten werden etwa zur Hälfte von Kanton und Bund getragen.

 

In der kleinen Gemeinde Châtillon stehen noch weitere, kostenintensive Projekte wie die Sanierung des Schulhauses, die Wasserversorgung für drei Bauernhöfe sowie die Erneuerung der öffentlichen Beleuchtung im historischen Dorfkern an.

 

Eine Hilfeleistung an dieses Projekt können wir Ihnen sehr empfehlen.

 

Für dieses Projekt konnten wir bis heute Spenden in der Höhe von Fr. 6'000.-- vermitteln.