Sanierung Oberstafel Alp Oberfrittern im Ortsteil Linthal

Das Projekt

Die Alp Oberfrittern liegt in Linthal auf 1430 – 1900 m.ü.M., die Nutzfläche beträgt 78 ha. Bewirtschaftet wird sie von Heinrich Zimmermann-Vogel, Mitlödi, der einen Heimbetrieb mit 28 Milchkühen führt. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Bestossen wird die Alp mit 65 NST (Normalstösse), wovon ca. 35 davon Milchkühe sind. Die Milch wird nur zum Teil zu Käse verarbeitet, der grösste Teil wird ins Tal gebracht.

 

Nun muss diese Alp dringend saniert werden. Auslöser dieser Investitionen sind die Tier-, Gewässer- und Hygienegesetzgebung mit den entsprechenden Vorschriften, die von der Gemeinde Glarus Süd auf den zahlreichen Alpen sukzessive umgesetzt werden müssen.

 

Am Rinderstall wird eine neue Nasszelle mit Dusche und WC angebaut. Ein neuer Erdwall schützt diesen Anbau vor Lawinen. Im Stall werden die Lager und Barmen so eingebaut, dass sie den Tierschutzvorschriften entsprechen, zudem wird die Stalltüre verbreitert und der Vorplatz betoniert. Die Jauchegrube wird neu erstellt und darauf entsteht eine neue Mistplatte. Keine dieser erläuterten baulichen Vorhaben sind Luxuslösungen, sondern lediglich Massnahmen, die von Gesetztes wegen erfüllt werden müssen.

 

Die Gemeindeversammlung hat diesem Projekt am 20. November 2015 zugestimmt. Mit den Arbeiten soll nach der Schneeschmelze im Frühjahr 2017 begonnen werden. Man hofft, diese bis Ende 2017 abschliessen zu können.

Kosten und Finanzierung

Gemäss Voranschlag sehen die Kosten wie folgt aus:
Vorbereitungsarbeiten Fr. 11'000.--
Provisorien Fr. 4'000.--
Transporte (Seilbahn und Helikopter) Fr. 42'000.--
Baugrube Fr. 10'000.--
Baumeisterarbeiten Fr. 105'000.--
Fenster, Türen, Spenglerarbeiten Fr. 22'000.--
Elektroanlagen Fr. 7'000.--
Sanitäranlagen Fr. 18'000.--
Innenausbau Fr. 31'000.--
Honorare, Bewilligungen, Baunebenkosten Fr. 22'500.--
Gesamtkosten Fr. 272'500.--
Die Finanzierung ist folgendermassen vorgesehen:
Gesamtkosten Fr. 272'500.--
./. Subvention Bund Fr. 35'400.--
./. Subvention Kanton Fr. 12'900.--
noch zu finanzierender Restbetrag Fr. 224'200.--

Der Kanton Glarus ist ein vielfältiger Kanton. Es hat Industrie, Gewerbe, Tourismus, Landwirtschaft und auch eine traditionelle Alpwirtschaft, wo die die Pächter oder die Besitzer in der Regel die Alp über Generationen hinweg selber bewirtschaften, um so die Basis für die Gewinnung des Winterfutters für ihre Tiere zu vergrössern. Die meisten Alpbewirtschafter führen im Tal zusätzlich einen eigenen Landwirtschaftsbetrieb.

 

Mehrheitlich gehören die Glarner Alpen aber den Gemeinden, und diese vergeben sie in der Regel in mehrjährigen Pachtverträgen den jeweiligen Senntenbauern. Die Sömmerungstiere und die Älpler sorgen für die Landschaftspflege im alpinen Raum. Der Tourismus ist für den Kanton ein wichtiger Wirtschaftszweig, das Glarnerland für viele Menschen ein schnell zu erreichendes Naherholungsgebiet, welches es zu pflegen gilt.

 

Aus all den geschilderten Gründen können wir Ihnen eine Unterstützung dieses Projektes sehr ans Herz legen.

 

Für dieses Projekt konnten wir bis anhin Spenden in der Höhe von Fr. 20'050.-- vermitteln.