Sanierung der "Ginalswasserleita" Suon von Unterbäch bis und mit Zeneggen

Das Projekt

Zeneggen gilt als sehr wasserarm, Wasserquellen sind rar. Die Gemeinde besitzt zwei Bezugsorte für das Wässerwasser, einerseits das Augstbordwasser vom Embdbach oberhalb Embd und anderseits das Ginalswasser aus dem Milibach im Ginals oberhalb Unterbäch. Erstere Leitung wurde schon mehrmals saniert. Nun soll auch die Ginalswasserleite saniert werden.

 

Die Wässerwasserleite, genannt die alte Suon, bewässert den grössten Teil des angelegten Wieslandes. Sie erscheint erstmals um das Jahr 1345 in einer Urkunde. Man geht aber davon aus, dass sie schon viel früher gebaut wurde. Das Anschlussgebiet der rund 7.3 km langen Suone liegt auf dem Gemeindegebiet von Unterbäch, und sie fliesst dort über die ersten etwa 2.9 km. Anschliessend führt sie rund 4.6 km entlang eines eindrücklichen Wanderwegs über das Gemeindegebiet Bürchen. Dort teilt sich die Suone in zwei Stränge, einer davon führt in die Nach-bargemeinde Zeneggen, wo er sich ein weiteres Mal verzweigt und auf einer Länge von etwa 4.5 km Wiesen und Äcker bewässert.

 

Am Ginalswasser von den Gemeinden Unterbäch und Bürchen bis Zeneggen ist die Gemeinde Bürchen mit 37/57 und die Gemeinde Zeneggen mit 20/57 beteiligt und hat den entsprechenden Kostenanteil zu tragen. Die Kosten des auf Gemeindegebiet Zeneggen liegenden Abschnitts gehen zu 100 % zu Lasten von Zeneggen.

 

Auf dem ersten Abschnitt in Richtung Hellela sind mindestens zwei Wasserteiler zu ersetzen. Von dort wird die Suone durch ein steil abfallendes und schwer zugängliches Gelände nach unten zum Wasserteiler Zeneggen geführt. Dieses bewaldete Stück muss dringend ausgeholzt und von Totholz befreit werden. Weiter in Richtung "Unner dum Biel" muss Sickerwasser von den angrenzenden Feldern mit Drainagen gefasst und der Suone zugeführt werden. Im Bereich des Waldspielplatzes fliesst die Suone durch einen kleinen Teich, der ausgebaggert werden muss.

 

Auf dem zweiten Strang nach Alt-Zeneggen soll Sickerwasser mit Drainageleitungen gefasst und die Suone abschnittweise verbreitert, mit Steinplatten eingefasst und mit Betonitmatten abgedichtet werden. Auf dem folgenden steilen Teilstück sind die Steinplatten als Erosionsschutz zu sanieren.

 

Da die Bauarbeiten weder während der Wässerwasser-Saison, noch im Winter ausgeführt werden können, werden sie sich voraussichtlich über vier Jahre erstrecken. Im Jahr 2017 wurden die Arbeiten aufgenommen.

 

Der jährlich benötigte Kredit wird jeweils durch die Budgetbeschlüsse der Urversammlung gewährt.

Kosten und Finanzierung

Gemäss Zusammenstellung sehen die Kosten wie folgt aus:
Abschnitt Bürchen/Zeneggen
Baukosten Fr. 1'177'503.--
Projektierung und Bauleitung Fr. 117'750.--
Mehrwertsteuer und Rundung Fr. 103'620.--
Gesamtkosten Fr. 1'398'873.--
Anteil Bürchen 37/57 v. Fr. 1'398'873.-- Fr. 908'040.--
Anteil Zeneggen 20/57 v. Fr. 1'398'873.-- Fr. 490'832.--
./. Subventionen Bund Anteil Zeneggen Fr. 30'793.--
./. Subvention Kanton Anteil Zeneggen Fr. 62'519.--
Anteil Zeneggen Fr. 397'520.--
Abschnitt Zeneggen
Baukosten Fr. 409'531.--
Projektierung und Bauleitung Fr. 40'953.--
Mehrwertsteuer und Rundung Fr. 36'039.--
Gesamtkosten Fr. 486'523.--
./. Subventionen Bund Fr. 30'515.--
./. Subvention Kanton Fr. 61'955.--
Restkosten Abschnitt Zeneggen Fr. 394'053.--
Restkosten Abschnitt Zeneggen Fr. 394'053.--
Anteil Zeneggen Abschnitt Bürchen/Zeneggen Fr. 397'520.--
Total Kosten Zeneggen Fr. 791'573.--
Die Finanzierung ist folgendermassen vorgesehen:
Gesamtkosten Fr. 791'573.--
./. Eigene Mittel der Gemeinde Fr. 150'000.--
./. Beitrag Raiffeisenbank Region Visp Fr. 5'000.--
./. Beitrag Gemeinde Raron Fr. 1'250.--
./. Beitrag Sophie und Karl Binding Stiftung Fr. 15'000.--
Restkosten zu Lasten Zeneggen Fr. 620'323.--

Der Bau und die Instandstellung von Wässerwasserleitungen mit landwirtschaftlicher Funktion gehört im Wallis zu den klassischen Bodenverbesserungsmassnahmen. Der Weiterbetrieb der "Ginalwasserleite" leistet einen langfristigen Beitrag zum Erhalt der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung und damit zum Erhalt der Kulturlandschaft in Zeneggen.

 

Die Bedeutung der Suonen geht aber über die Landwirtschaft hinaus. Sie schützen vor Umweltereignissen und sind Zeugen der Kulturgeschichte.

 

Die Bewässerung und Berieselung hat in der gesamten Region eine lange Tradition vorzuweisen.

 

Wir können Ihnen eine Unterstützung dieses Vorhabens wärmstens ans Herz legen.

 

Bis heute konnten wir für dieses Projekt Spenden in der Höhe von Fr. 304'461.15 vermitteln.