Sanierung Kreisschulhaus Spiringen

Das Projekt

Die Gemeinden Spiringen und Unterschächen führen die Oberstufe gemeinsam in Spiringen. Im Schuljahr 2016/17 sind gesamthaft 54 Oberstufenschüler von Spiringen und Unterschächen im Kreisschulhaus unterrichtet worden.

 

In den Jahren 1973/74 wurde das Kreisschulhaus erbaut und 1991 mit einem Neben-/Schultrakt erweitert. Nach einer Nutzungsdauer von 43 Jahren steht nun eine grössere Sanierung an. Damit wird die Infrastruktur den heutigen Bedürfnissen angepasst. Durch die Ansiedlung von verschie-denen jungen Familien bleiben die Schülerzahlen konstant, die Geburtenzahlen nehmen gar zu. Die Weiterführung der Schule ist dadurch gewährleistet. Eine Zusammenführung der Schule mit Bürglen ist nicht beabsichtigt. Die beiden Gemeinden Spiringen und Unterschächen wollen mit einer gemeinsamen Schule selbständig bleiben.

 

Um die Gesamtkosten von 5,2 Mio. Franken durch die beiden Gemeinden tragen zu können, wurde eine Sanierung in fünf je 2-jährlichen Etappen ab 2018 beschlossen. Vorgesehen sind dabei folgende Arbeiten:

 

  • Ausführungsplanung
  • Sanierung der Duschen und Garderoben sowie der Schulküche inkl. Lüftung
  • Notausgang Turnhalle Nord, gemäss Brandschutzauflagen für die Nutzung bei Anlässen
  • Dämmungen bei Kellerböden und Decken
  • Elektrotableau (Hauptverteilung)
  • Fassadensanierung inkl. Fenster und Storen
  • Neue Dacheindeckung, heisst neues Satteldach über bestehendem Flachdach, ergibt Raum für neues Lehrerzimmer
  • Einbau Lift, damit behindertengerecht von UG bis DG und auch für Warentransport in die Turnhalle
  • Ersatz Turnhallenlüftung
  • Ausbau Lehrerzimmer im neugeschaffenen Dachgeschoss
  • Verbesserung der inneren Fluchtwege
  • Erste Etappe der Komplettsanierung der Schulzimmer (Böden, Wände, Decken, Beleuchtung, Wandtafeln, Schränke, Schulmobiliar)
  • Sanierung der restlichen Schulzimmer und Nebenräume

Im Jahr 2030 wird voraussichtlich noch der Heizkessel ersetzt. Die ist jedoch nicht Bestandteil des vorliegenden Projektes.

 

Die Aufteilung der Gesamtkosten zwischen den beiden Gemeinden erfolgt (gleich wie bei den seinerzeitigen Neu- und Erweiterungsbauten) zu ⅓ aufgrund der Einwohnerzahlen und zu ⅔ aufgrund der Schülerzahlen. Die Kosten für die Sanierung der Turnhalle entfallen zu 100 % auf die Gemeinde Spiringen, da diese nur von ihr benutzt wird.

 

Aufgrund dieser Berechnungen ergeben sich folgende Kostenanteile für die Sanierungsarbeiten:

 

Gemeinde Spiringen 54,9 % inkl. Turnhalle und Lift Fr. 2'994'610.--

Gemeinde Unterschächen 45,1 % Fr. 2'205'390.--

 

Die Betriebskosten werden (wie bisher) nach dem gleichen Schlüssel aufgeteilt.

 

Die Projektgenehmigung erfolgte in beiden Gemeinden am 24. September 2017.

 

Am 2. Juli 2018 wurde mit den Arbeiten der 1. Etappe begonnen. Das Projekt wird in Etappen ausgeführt und wird bis zum 31. Dezember 2026 dauern.

 

Kosten und Finanzierung

Die Kosten für dieses Vorhaben sehen wie folgt aus:
2018 Duschen, Garderoben, Notausgang TH Nord, Dämmungen Fr. 790'000.--
2020 Fensterersatz, Dach, Aussenisolation Fr. 1'800'000.--
2022 Lifteinbau, Lehrerzimmer, Lüftung Turnhalle Fr. 960'000.--
2024 San. Böden, Oberflächen, Klassenzimmer u. Nebenräume Fr. 975'000.--
2026 San. Böden, Oberflächen, Klassenzimmer u. Nebenräume Fr. 625'000.--
Mehrkosten wegen etappenweiser Ausführung Fr. 50'000.--
Gesamtkosten Fr. 5'200'000.--
Die Finanzierung ist folgendermassen vorgesehen:
Gesamtkosten Fr. 5'200'000.--
./. Beitrag Gemeinde Spiringen Fr. 2'200'000.--
./. Beitrag Gemeinde Unterschächen Fr. 1'100'000.--
Noch zu finanzierender Restbetrag Fr. 1'900'000.--

Seit Einführung NFA 2008 werden keine Kantonsbeiträge an Schulhausbauten bzw. Schulhaus-sanierungen mehr geleistet. Eigenleistungen wie z.B. ausräumen und wieder einrichten usw. sind im Kostenvoranschlag bereits berücksichtigt. Als Gemeindebeiträge sind die ganzen gegenwär-tigen Nettovermögenswerte voll eingesetzt. Die effektiven Restkosten müssen die beiden Gemeinden über die sieben Jahre dauernde Bauzeit anteilsmässig weitgehend aus eigenen Mitteln selber tragen, was zu einer erneuten Verschuldung beider Gemeinden führen wird.

 

Wie sich die Steuereinnahmen bzw. die finanzielle Lage der Gemeinden in den kommenden Jahren entwickelt, ist schwierig abzuschätzen. Grosse Infrastrukturaufgaben stehen bevor, und dies bei einem kleinen Steueraufkommen. Der NFA wird durch den Kanton neu überarbeitet, was voraussichtlich ab 2021 weitere Abwälzungen von Aufgaben und Kosten an die Gemeinden ergeben wird.

 

Ein modernes, den heutigen Gesetzen und Normen entsprechendes Schulhaus sowie ein zeitgerechtes Unterrichten der Schüler ist unabdingbar für das Weiterbestehen der beiden Gemeinden.

 

Unterschächen zählt mit Spiringen zu den drei finanzschwächsten Gemeinden des Kantons Uri. Diese Sanierung ist für Unterschächen und Spiringen eine der grössten finanzpolitischen Herausforderung in der Geschichte der beiden Gemeinden.

 

Aus den erwähnten Gründen möchten wir Ihnen dieses Projekt für eine Unterstützung sehr empfehlen.

 

Für dieses Projekt durften wir bisher Spenden in der Höhe von Fr. 482'740.-- entgegennehmen.