Sanierung des Güterwegs Obergurtnellen "Holzrieri - Diessenbrunnen"

Das Projekt

 

Der Weg Holzrieri-Diessenbrunnen, Obergurtnellen (1'200-1'400 m.ü.M, Bergzone IV), wurde ca. 1947 erstellt. Ursprünglich als 2 m breiter Forstweg und zur Erschliessung der Alpen konzipiert, ist er heute für die Erschliessung der landwirtschaftlichen Liegenschaften im Gebiet Holzrieri-Diessenbrunnen von grosser Bedeutung.

 

Das erschlossene Gebiet umfasst eine landwirtschaftliche Nutzfläche von ca. 36 ha. Die Nutzung teilen sich 10 Bewirtschafter, 4 Haupterwerbs- und 6 Nebenerwerbsbetriebe. Die Berg-Heimwesen sind Stufenbetriebe und nur im Sommerhalbjahr (oft bis zum ersten Schneefall) bewohnt. Keiner der Betriebe hat sein Betriebszentrum im Projektperimeter. Die Basisbetriebe liegen tiefer unten. Gesamthaft bewirtschaften die 10 Betriebe eine landwirtschaftliche Nutzfläche von 130 ha und halten ca. 96 Grossvieheinheiten. Über den Weg werden auch die Intschialp, die Arnialp und die Leutschachalp bestossen. Der Normalbesatz aller dieser drei Alpen beträgt ca. 90 Stösse, vor allem Rinder und Schafe. Im Projektperimeter gibt es 15 Wohnbauten. Keine ist jedoch ganzjährig bewohnt.

 

Mittlerweile ist der 70-jährige Weg Holzrieri-Diessenbrunnen baufällig und stark sanierungs-bedürftig. Zudem genügt die Wegbreite für landwirtschaftliche Fahrzeuge nicht mehr. Aus Sicherheitsgründen dürfte streckenweise gar nicht mehr darauf gefahren werden. Die talseitigen Stützwerke sind häufig stark schadhaft, instabil und baufällig. Das zu sanierende Strässchen ist ca. 3 km lang und führt bis zur letzten landwirtschaftlichen Liegenschaft.

 

Das Projekt umfasst folgende Massnahmen:

  • Kiesweg mit einer Weglänge von 2'870 m, Steigung max. 12 %
  • Verstärkung des Wegtrasses und Verbreiterung der Fahrbahn auf 2.60 m
  • Schaffung von Ausweichstellen und Einfahrten ins Wiesland
  • Erneuerung der Wegentwässerung
  • Versetzen bergseitiger Trockensteinmauern
  • Erstellen talseitiger Trockenblockmauern
  • Steingewinnung und Schaffung eines Holzlagerplatzes im Gebiet Oberbergli
  • Sanierung des Wegabschnittes Unterhegen-Holzrieri (Entwässerung und Kofferung)
  • Verbreiterung der Kurve im Gebiet Schipfenberg

Die heute bestehenden Trockenmauern entlang des Weges werden möglichst geschont erhalten. Im Wegabschnitt Holzrieri-Intschialpbach verläuft die Wasserleitung der Wasserversorgung Holz Dangel. Die Leitung muss während den Bauarbeiten umgelegt und wieder in den Weg verlegt werden.

 

Ab Heissigegg verläuft im Wegtrasse eine Triebwasserleitung EWA für das Kraftwerk Arni, was besondere Massnahmen und Absprachen bedingt. Der Weg liegt im regionalen Landschaftsschutzgebiet Obergurtnellen. Er ist Bestandteil des Wanderweges Gurtnellen-Arni, von regionaler Bedeutung und historischer Verkehrsweg von lokaler Bedeutung.

 

Aufgrund der wertvollen landschaftlichen, naturräumlichen und kulturellen Strukturen wurden die erhaltenswerten Objekte und Bauwerke in einem Umweltbericht erfasst, dessen Umsetzung ist Bestandteil des Projektes.

 

Der Ausführungs- und Kreditbeschluss wurde am 4. März 2016 gutgeheissen.

 

Mit den Bauarbeiten konnte im Mai 2016 gestartet werden. Die Fertigstellung ist im Jahr 2018 geplant.

 

Kosten und Finanzierung

Die Kosten für dieses Vorhaben sehen wie folgt aus:
Stein- und Kiesgewinnung Oberbergli Fr. 151'000.--
Bauarbeiten Fr. 1'041'000.--
Umlegung Wasserleitungen Fr. 53'000.--
Ersatzmassnahmen (für Rodungen usw.) Fr. 30'000.--
Instandstellung Schäden an Zufahrtsstrasse Gurtnellen Dorf - Hegen Fr. 100'000.--
Baunebenkosten (Gebühren, Signalisation, Umweltbegleitung) Fr. 85'000.--
Honorare (Projekt- und Bauleitung) Fr. 140'000.--
Unvorhergesehenes, MwSt. inkl. Rundung Fr. 300'000.--
Gesamtkosten Fr. 1'900'000.--
Die Finanzierung ist folgendermassen vorgesehen:
Gesamtkosten Fr. 1'900'000.--
./. Subvention Bund Fr. 570'000.--
./. Subvention Kanton Fr. 475'000.--
./. Beitrag Korporation Uri Fr. 152'000.--
./. Beitrag Gemeinde Gurtnellen Fr. 30'000.--
./. Beitrag Stiftung Pro Gurtnellen-Dorf Fr. 40'000.--
./. Investitionskredit (rückzahlbar innert 20 Jahren) Fr. 60'000.--
./. Grundeigentümerbeiträge Fr. 120'000.--
./. Eigene Mittel Korporationsbürgergemeinde Fr. 160'000.--
./. Eigenleistungen Fr. 13'000.--
Noch zu finanzierender Restbetrag Fr. 280'000.--

Der Weg ist für die Aufrechterhaltung der Landwirtschaft in Obergurtnellen unabdingbar. Die Notwendigkeit eines Ausbaues ist unbestritten.

 

Die Korporationsbürgergemeinde ist für die Finanzierung der Sanierung auf die Hilfe Dritter angewiesen.

 

Eine Unterstützung dieses Projektes können wir Ihnen daher sehr empfehlen.

 

Für dieses Projekt konnten wir bereits Spenden von Fr. 5'000.-- vermitteln.