Schulmobiliar für Berggemeinden

Interview mit Thomas Baltensperger

 

Der Rotary Club Zürcher Unterland unterstützt mit seinem Projekt «Schulmobiliar für Berggemeinden» die Schulen von Ilanz/Glion und Val Müstair. Nachdem der Gemeindienstverantwortliche Thomas Baltensperger das Projekt der Patenschaft für Berggemeinden unterbreitet hatte, konnten wir den Kontakt zu den beiden Berggemeinden vermitteln.

 

Im April trafen sich die Clubmitglieder in der Schreinerei Baltensperger AG in Bülach, um das Mobiliar unter fachkundiger Anleitung zusammenzubauen. Eine Delegation lieferte die Möbel anschliessend den Schulen ins Haus.

 

Herr Baltensperger, wie sind Sie auf die Patenschaft für Berggemeinden aufmerksam geworden?

Unser Clubmitglied Albert Nufer hatte einen Restposten hochqualitativer Einzelteile von Schulmöbeln aus eigener Produktion. Er regte an, diese zusammenzubauen und einer Schule zu schenken. So machten wir uns auf die Suche nach geeigneten Abnehmern. Albert Nufer hat mich auf die Schweizer Patenschaft für Berggemeinden aufmerksam gemacht, so kam dann der Kontakt zustande.

 

 

Wie beurteilen Sie die Arbeit der Patenschaft?

Sehr sympathisch, schnell und unbürokratisch. Wir konnten sogleich persönlich Kontakt mit den Berggemeinden aufnehmen und die Sache kam ins Rollen. Als Gemeindienstverantwortlicher ist mir wichtig, dass wir Projekte «vor der Haustür» unterstützen und die Kontrolle haben, dass die Mittel vollumfänglich ankommen. Auch wollen wir nicht einfach Geld spenden, sondern gemeinsam Hand anlegen, einen materiellen Beitrag leisten und miteinander etwas erleben.

 

Wie war das Echo der Rotarier auf das Projekt?

Ausnahmslos positiv. Unsere Mitglieder schätzen diese Arbeitseinsätze sehr – von 55 haben sich gut 30 gemeldet. Auch die Philosophie und das grosse Engagement der Patenschaft für Berggemeinden kamen sehr gut an.

 

Herr Nufer, nach dem Arbeitseinsatz waren Sie auch verantwortlich für die Auslieferung der Möbel. Welchen Einblick haben Sie bei dieser Gelegenheit in die Situation der Bergschulen erhalten?

Der Schulleiter, Thomas Brülisauer, hat uns sehr freundlich empfangen und uns die Schule gezeigt. Wir konnten uns überzeugen, dass die Schulbildung ein hohes Niveau hat. Bei den Gebäuden gibt es allerdings viel zu tun. Mit den Schultischen können wir einen kleinen Beitrag dazu leisten. Sie werden verteilt auf die verschiedenen Schulzimmer und für spezielle Bedürfnisse des Unterrichts oder der Schüler eingesetzt. Sie sind sicher an einem guten Ort angekommen.